Diese steht exemplarisch für viele Genossenschaften, die konsequent ein Ziel verfolgen: die Rechte der Kaffeebauern zu stärken für eine bessere finanzielle Situation und eine sichere Zukunft.

Gemeinsam stärker

Aus kleinen Anfängen mit vier Kaffeebauern und einem Startkapital von 300 US-Dollar entwickelte sich im Laufe der Jahre eine starke Organisation, die heute 763 Mitglieder zählt: Comsa. Der Name steht für Café Orgánico Marcala Sociedad Anónima. Sie wurde im Jahr 2001 in Honduras gegründet, um gemeinsam einen Ausweg aus der wirtschaftlichen Misere zu finden.

Kampf ums Überleben

Der Weg zum Erfolg war hart. Die ersten fünf Jahre musste Comsa finanzielle Verluste in Kauf nehmen. Die Qualität der Kaffeebohnen war zwar durch die hervorragenden Böden und das gemäßigte Klima im Hochgebirge von Honduras exzellent, allerdings konnten die Produzenten durch eine unzureichende Infrastruktur und mangelnde Aufbereitungsanlagen ihre Ernte nicht exportieren.

Als nahezu unbekannte Organisation Geschäftspartner zu finden, war eine Herausforderung. Die Vorfinanzierung der Ernte für die mittlerweile 64 Mitglieder war mit großen Schwierigkeiten verbunden.

Landkarte

Handverlesene Bio-Qualität der Kooperative.

Erste Erfolge ernten

2006 kam für Comsa der Durchbruch: Auf einer Kaffeemesse in Atlanta entdeckte ein US-Händler die außergewöhnliche Qualität des Rohkaffees. Wenig später erwarb Comsa die Fairtrade-Zertifizierung – und wächst seither kontinuierlich. Die Organisation hat sich mit ganzem Herzen dem Bioanbau unter fairen Bedingungen verschrieben.

Davon konnten sich auch die Azul Kaffee-Einkäufer vor Ort ein Bild machen. Sie haben die Bauern und ihre Felder besucht, den Rohkaffee verlesen und sich beim Tasting von der Qualität überzeugt. Und nicht nur das: Mitarbeiter der Kooperative besuchten Azul in Bremen, um den Weg ihres Produkts bis in die Tasse zu verfolgen.

VORTEILE DER KOOPERATIVE

Der Zusammenschluss in Kooperativen sichert Kleinbauern die Existenz. Die Vermarktung des Kaffees wird in die eigenen Hände genommen. In der Kooperative wird der Rohkaffee gesammelt, verarbeitet und für den Export vorbereitet. Die Mitglieder werden beraten und betreut, können sich neue Absatzmärkte erschließen und Gewinne mitbestimmen.

Zwei Bauern vor Unterstand
Blick über die Plantage

Investition in die Zukunft

Drei Jahre dauert es, bis eine Finca vollständig auf Biobetrieb umgestellt hat. Erst dann kann wieder dieselbe Menge Kaffee geerntet werden – allerdings mit höheren Erträgen: Biokaffee erzielt am Markt bessere Preise, und Fairtrade zahlt zusätzlich 20 Cent pro Pfund Rohkaffee, um die ökologische Anbauweise zu fördern.

Nachhaltiger Kaffeeanbau

In regelmäßigen Versammlungen werden die Vorschläge und Anliegen der Bauern ernst genommen. In Schulungen lernen sie, wie sie selbst natürliche und trotzdem wirkungsvolle Pestizide herstellen können. Die zusätzlichen Einnahmen aus der Fairtrade-Prämie fließen in bessere Aufbereitungsanlagen, in Bildungsmaßnahmen für die Kooperativenmitglieder und deren Familien, in die medizinische Versorgung sowie in die Förderung von Klein- und Kleinstunternehmen in der Umgebung. Alles Investitionen in eine nachhaltige Zukunft.

Fabio Claros von der Finca La Casita ist seit 40 Jahren Kaffeebauer, stieg 2010 auf ökologischen Landbau um und wurde stolzer Partner von Comsa.

Finca Orgánica Integral Campesina Los Cascabeles

Um die Jahrtausendwende stellte die Finca Los Cascabeles auf ökologischen Landbau um. Eine harte, entbehrungsreiche Zeit. Aber die Familie Pérez Manuels hatte eine Vision: „Wir wollen im Tandem mit der Natur leben, mit ihr arbeiten und eine Kultur des Lebens schaffen.“ Dazu wurde sie von Comsa in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft trainiert.

NACHHALTIGE PRODUKTE

100% mehr! Seit 2011 geben die Menschen in Deutschland pro Kopf und Jahr mehr als doppelt so viel für Fairtrade-Produkte aus*.

Bei Kaffeegenuss auf Nachhaltigkeit zu setzen, zahlt sich aus…

  • für die Menschen vor Ort, die Natur – und daher für uns alle,

  • Kunden, von denen nachhaltige Lösungen erwartet werden („faire Stadt“, „faire Woche“ etc.),

  • für Gastronomen, deren Gäste konkret danach verlangen,

  • für ein gutes Image: über nachhaltigen Kaffee lässt sich viel Positives und Persönliches erzählen.

*Quelle: TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland), 2017

Kaffee Verde

Unsere nachhaltige Verde-Linie.

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